Das Melanom

Wie der schwarze Hautkrebs aussieht und entsteht

Unser Ziel ist die möglichst frühe Erkennung von Melanomen

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen (Melanozyten). Er neigt dazu, früh Metastasen über Lymph- und Blutbahnen zu streuen, und ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen.

In Deutschland werden jedes Jahr im Schnitt 17.000 Fälle von Melanomen diagnostiziert. Über 2.500 Menschen in Deutschland sterben jährlich aufgrund von zu später Erkennung der Krankheit.

In 60 % der Fälle entsteht ein Melanom aus einem seit Jahren bestehenden Muttermal. Allerdings gibt es keine Belege dafür, dass die Schädigung eines Pigments, beispielsweise durch eine Verletzung, die Entwicklung eines bösartigen Melanoms bewirken kann. Neue verdächtige Muttermale oder Änderungen bei bestehenden Muttermalen sind Signale, die auf jedem Fall vom Hautarzt überprüft werden sollten. Besonders anfällig sind bereits untypische Muttermale und von Geburt an bestehende besonders große Muttermale.

Wenn Sie ein verdächtiges Muttermal auf ihrer Haut entdecken, sollten Sie auf jeden Fall einem Spezialisten konsultieren.

Hier lernen Sie:

Wie der schwarze Hautkrebs aussieht

Das Melanom ist ein Hautkrebstyp, der in den Pigmentzellen entsteht. Diese Zellen sind u.a. verantwortlich für die Farbe der Haut und Haare. Der schwarze Hautkrebs verursacht Veränderungen in diesen Zellen. Melanome entstehen nicht nur auf der Haut, sondern auch unter den Nägeln,  in den Schleimhäuten oder im Auge.

Die folgenden Bilder stellen Beispiele für Hautkrebs dar:

Risikofaktoren für Hautkrebs

Ein erhöhtes Risiko für den schwarzen Hautkrebs haben:
  • Helle Hauttypen: Helle Haut bietet weniger Schutz vor UV-Strahlung. Außerdem haben Studien bewiesen, dass Blondinen, Rothaarige und Menschen mit hellen Augenfarben öfter zur Entwicklung von Melanomen neigen. Hautkrebs kann allerdings auch bei Dunkelhäutigen und Schwarzhaarigen auftreten.
  • Sonnenbrände: Schon ein einziger starker Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Krebsrisiko um ein vielfaches.
  • Starke UV-Strahlungen: Untersuchungen haben gezeigt, dass die UV-Strahlung der Sonne oder in Solarien die Entwicklung von Melanomen begünstigen. Besonders gefährlich ist die abwechselnde Wirkung von schwacher und intensiver Strahlung.
  • Menschen am Equator und/oder im Hochgebirge: Menschen in der Nähe des Equators und im Hochgebirge sind einer höheren UV-Belastung untergesetzt und haben deswegen ein höheres Hautkrebsrisiko.
  • Menschen mit vielen Muttermalen: Menschen, die auf ihren Körper mehr als 50 Muttermale haben, gehören zur Risikogruppe. Das gleiche gilt für Menschen, mit untypischen oder sehr großen Muttermalen.
  • Melanome in der Verwandtschaft: Hautkrebs ist vererbbar. Wenn bei ihren nahen Verwandten Hautkrebs diagnostiziert worden ist, haben Sie ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko.
  • Ein schwaches Immunsystem: Menschen mit einem schwachen Immunsystem (z.b. nach einer Organtransplantation) gehören ebenfalls zur Risikogruppe.

Wie könn Sie sich schützen?

  • Benutzen Sie Sonnencreme. Sonnenschutz sollte zur alltäglichen Routine gehören. Benutzen Sie Cremen, die vor verschiedenen Strahlungen (UVA und UVB) schützen und einen genügenden Sonnenschutzfaktor bieten (>30SPF).
  • Schützen Sie ihre Haut! Tragen Sie an sonnigen Tagen eine Kopfbedeckung, lange Ärmel und Sonnenbrillen.
  • Vermeiden Sie strake UV-Strahlungen! Halten Sie sich nicht in der Mittagssonne auf, denn dann ist die Strahlung am stärksten.
  • Gehen Sie nicht ins Solarium! Studien zeigen, dass der Besuch ins Solarium das Krebsrisiko um 75% erhöht. Melanom ist die häufigste Krebsform für junge Menschen im Alter  zwischen 25 und 29.
  • Schützen Sie ihre Kinder! Schon ein einziger starker Sonnenbrand in der Kindheit verdoppelt das Risiko für Hautkrebs für den Rest des Lebens.

Quellen: